Veranstaltung der AgF mit Prof. Dr. Thomas Sablowski in Kooperation mit dem DGB Mittelhessen und der LiFa Dienstag, den 18. November um 20.00h s.t. in der Geisteswissenschaftlichen Fakultät/PhilFak, Wilhelm-Röpke-Straße 6, Marburg, Raum 05B05 (alt B509)
Was vor über einem Jahr auf dem us-amerikanischen Immobilienmarkt begann und damals noch Subprimekrise hieß, hat sich mittlerweile zur größten Finanzkrise seit 1929 ausgeweitet. Dramatische Meldungen über kollabierende Banken und Versicherungen, einbrechende Aktienmärkte und eine Vertrauenskrise unter den MarktteilnehmerInnen erreichen uns beinahe täglich. Angesichts scharfer Warnungen vor dem drohenden“Zusammenbruch des europäischen Zahlungsverkehrs“, ja der „finanziellen Kernschmelze“, macht sich latentes Unbehagen breit.
Gleichzeitig sieht man sich mit komplexen Zusammenhängen konfrontiert, die für Nicht-ÖkonomInnen nur schwer zu durchschauen sind. Weltweit reagieren PolitikerInnen hektisch und bringen per Eilverfahren „Rettungspakete“ im Wert von hunderten Milliarden Euro auf den Weg, mit denen große Teile der Finanzindustrie gestützt werden sollen. Selbst Wörter wie Regulierung oder gar Verstaatlichung stellen keine Tabus mehr dar.
Aber was wird da überhaupt zu retten versucht? Und wo liegen die Ursachen der Krise? Ist wirklich die Gier der BankerInnen verantwortlich, wie inzwischen selbst die FAZ behauptet? Oder liegen sie möglicherweise tiefer, vielleicht sogar in unserem Wirtschaftssystem als ganzen? Wie könnten Antworten von Gewerkschaften und sozialen Bewegungen aussehen? Schließlich traten sie schon seit Jahren als Mahnerinnen auf und könnten sich nun eigentlich bestätigt sehen. Doch bleiben sie angesichts des real kollabierenden Kapitalismus merkwürdig ruhig.
*Diese Fragen und Probleme wollen wir diskutieren mit: *
*Prof. Dr. Thomas Sablowski *
(bis 2008 Vertreter der Professur für Internationale Politische Ökonomie
in Marburg, derzeit Gastprofessor für Politikwissenschaft an der Uni
Wien; diverse Veröffentlichungen zu Finanzmärkten)
*am Dienstag, den 18. November um 20.00h s.t.*
*in der Geisteswissenschaftlichen Fakultät/PhilFak, *
*Wilhelm-Röpke-Straße 6, Marburg, Raum 05B05 (alt B509)*